Marx

»Das IGZ bietet den Menschen in Dülmen die großartige Chance sich generationsübergreifend zu begegnen. Es kann weit über Dülmens Grenzen hinweg Vorbild sein, wie Menschen von jung bis alt ein Stück ihres Tages miteinander gestalten und voneinander lernen können«

Christian Marx,
Vorstand Pfarreirat der Katholischen Kirchengemeinde St. Viktor







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Häufig gestellte Fragen

1. Was ist das Intergenerative Zentrum (IGZ)?
2. Wo soll das IGZ-Quartier entstehen?
3. Was bedeutet intergenerative Arbeit? 
4. Warum ist das IGZ wichtig für Dülmen und die Bürgerinnen und Bürger?
5. Wer trifft die wichtigen Entscheidungen zum IGZ?
6. Wer kann beim IGZ „mitmachen“? Wer kann es besuchen?
7. Welche Räume und Nutzungen soll es im IGZ geben?
8. Welche Kosten entstehen und wer trägt sie?
9. Wann wird das IGZ fertig sein? Wie sieht der Zeitplan für das IGZ aus?
10. In welchem Zusammenhang steht das IGZ mit der Regionale 2016? Was ist die Regionale 2016?
 
 
1. Was ist das Intergenerative Zentrum (IGZ)?
  Das IGZ ist ein Haus für Menschen jeden Lebensalters – ein Haus, in dem Jung und Alt im täglichen Leben zusammenkommen. Im IGZ sind folgende Einrichtungen untergebracht: das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten, die Familienbildungsstätte als Teil des Mehrgenerationenhauses Dülmen, das Pfarr-/Jugendheim der Kirchengemeinde St. Viktor sowie städtische, bürgerorientierte Funktionen aus dem Rathaus. Auch örtliche Vereine, Verbände und Organisationen finden im IGZ einen Ort für ihre Angebote.
Das „Haus für alle“ fördert das Zusammensein und das gemeinsame Lernen von Menschen unterschiedlicher Altersstufen. Unter dem Dach des IGZs begegnen sich Jung und Alt im gemeinsamen Leben – ähnlich wie in einer Großfamilie!

2. Wo soll das IGZ-Quartier entstehen?
  IGZ-QuartierMit dem IGZ soll nicht einfach nur ein neuer Gebäudekomplex in der Dülmener Innenstadt entstehen, sondern ein modernes Innenstadtquartier.
Dieses Quartier wird unmittelbar hinter dem Rathaus entstehen – begrenzt durch die Lüdinghauser Straße, die Marktstraße, die Schulgasse sowie die vorhandene Bebauung entlang der Münsterstraße. Das IGZ-Gebäude selbst soll dort entstehen, wo sich bisher Einrichtungen der Kirchengemeinde St. Viktor befinden bzw. befunden haben, z.B. die Familienbildungsstätte, die katholische öffentliche Bücherei, das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten und das Pfarrbüro. Es soll über einen Durchbruch im Nordflügel des Rathauses direkt mit dem Marktplatz verbunden werden.

 

3. Was bedeutet intergenerative Arbeit?  
  Die intergenerative Arbeit unterstützt und fördert den Dialog und die Beziehungen zwischen den Generationen. Im Miteinander von Jung und Alt können alle viel vom Leben lernen. Sozialkompetenz und Menschlichkeit werden in frühen Jahren erworben und später an künftige Generationen weitergegeben – so wie es etwa früher in Großfamilien üblich war.
Frei nach dem Motto „Jeder kann etwas – niemand kann nichts“ können sich alle in das intergenerative Zusammenleben einbringen. Eltern tauschen sich zum Beispiel bei familiären Herausforderungen mit Menschen in gleicher Lebenssituation aus oder greifen auf Erfahrungen Älterer zurück. Senioren erfahren Lebensfreude und sind zugleich eingebunden in ein aktives Lebensumfeld. Es entsteht ein Geben und Nehmen auf einfache Art und Weise zwischen den Generationen.

4. Warum ist das IGZ wichtig für Dülmen und die Bürgerinnen und Bürger?  
  Durch den demografischen Wandel verändert sich unsere Gesellschaft: Wir werden älter, bunter und voraussichtlich auch weniger. Zudem ist es schon lange nicht mehr so, dass Kinder, Eltern und Großeltern wie früher alle gemeinsam unter einem Dach leben. Deshalb ist es nicht mehr selbstverständlich, dass sich junge und ältere Menschen im Alltag begegnen, um so voneinander zu lernen und zu erfahren. Im IGZ haben Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, einander zu treffen und sich auszutauschen. Alleinstehende Menschen finden im IGZ Kontakt und Anschluss. Die Dülmener Vereine, Organisationen und Institutionen haben zudem die Möglichkeit, mit ihrer Arbeit an diesem Ort viele Menschen zu erreichen. Das IGZ wird ein Anlaufpunkt für die Dülmenerinnen und Dülmener, und es wird als „soziale Mitte“ so auch zur Belebung der Innenstadt beitragen.
 
5. Wer trifft die wichtigen Entscheidungen zum IGZ?  
  Zur Schaffung des IGZs sind die katholische Kirchengemeinde St. Viktor und die Stadt Dülmen eine starke und neuartige Form der Kooperation eingegangen. Wichtige Entscheidungen zu Nutzungsangeboten und Veranstaltungen des IGZs wird ein zentrales Gremium, der Lenkungsbeirat, treffen. Dieser wird 12 Mitglieder haben, von denen Kirchengemeinde und Stadt jeweils sechs für die Dauer von drei Jahren ernennen werden. Der leitende Pfarrer und der/die Bürgermeister/in werden dem Gremium in jedem Fall angehören. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag, wie auch im Stadtrat, als abgelehnt. Träger des IGZs wird die Kirchengemeinde St. Viktor sein.
 
6. Wer kann beim IGZ „mitmachen“? Wer kann es besuchen?  
 

Das IGZ ist ein „Haus für alle“ und steht damit allen interessierten Besucherinnen und Besuchern offen. Jeder Mensch ist – ungeachtet seiner Religion, seiner persönlichen Überzeugungen oder Lebenseinstellungen – willkommen!
Angebote für Jung und Alt wird es viele geben, immerhin sind zum Beispiel das Mehrgenerationenhaus Dülmen, die Familienbildungsstätte sowie das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten Teil des IGZs. Zudem gestalten bereits zahlreiche Vereine, Initiativen und Stiftungen aus Dülmen die zukünftigen Angebote im IGZ mit. Weitere Mitwirkende sind jederzeit willkommen!
Die wichtigste Grundregel für alle Angebote im Intergenerativen Zentrum ist, dass sie intergenerativ sein müssen, also mehrere Generationen miteinander in Kontakt bringen.

7. Welche Räume und Nutzungen soll es im IGZ geben?  
  Zentraler Anlaufpunkt wird ein großes, offenes Forum im Eingangsbereich sein. Hier wird es u. A. ein Bistro geben, mit dessen Betrieb der gemeinnützige Verein „Interkulturelle Begegnungsprojekte“ (IBP e.V.) beauftragt werden soll. Ein öffentliches Bücherregal mit Leseecke lädt zum Stöbern und Schmökern ein, am Empfang gibt es Informationen zu allen Angeboten des IGZs. Im Forum und auch auf dem Außengelände des IGZs werden sich Menschen aller Generationen im Alltag wie selbstverständlich begegnen und miteinander in Kontakt kommen.
Darüber hinaus sind zahlreiche Seminar- und Veranstaltungsräume für die verschiedenen intergenerativen Angebote geplant. Hierzu zählen z.B. eine Werkstatt, eine Lehrküche, ein „grünes Klassenzimmer“ auf dem Außengelände sowie mehrere Bewegungs-, Beratungs- und Kursräume. Auch ein großer Saal für Konferenzen, Vorträge usw. ist vorgesehen. Hinzu kommen Büro- und Verwaltungsräume sowie die Räume für das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten. Das IGZ wird aus unterschiedlichen Richtungen barrierefrei erreichbar sein.

8. Welche Kosten entstehen und wer trägt sie?  
 

Kosten IGZ

Das Intergenerative Zentrum ist ein Regionale 2016-Projekt und wird als solches mit Städtebaufördermitteln des Landes NRW unterstützt. Die förderfähigen Gesamtkosten des Projektes einschließlich Quartiersentwicklung betragen 12,9 Mio. Euro, von denen das Land 50 Prozent übernimmt. Der Eigenanteil der Stadt Dülmen an den förderfähigen Kosten beträgt 2,32 Mio. Euro.
Mit diesem Eigenanteil finanziert die Stadt Dülmen u.a. die Gestaltung öffentlicher Straßen und Plätze im IGZ-Quartier, Umbauten im und am Rathaus, die Schaffung von Ersatzräumen für die Verwaltung im IGZ sowie anteilig – entsprechend den städtischen Nutzungen – die Herrichtung von Veranstaltungs-, Beratungs- und Begegnungsräumen im IGZ. Hinzu kommen auf Seiten der Stadt Dülmen 1,72 Mio. Euro für nicht förderfähige Baukosten, z.B. für die Herrichtung der Rathausgastronomie oder des neuen Bürgerbüros.
Der Eigenanteil der Kirchengemeinde St. Viktor bei den förderfähigen Kosten beträgt 4,13 Mio. Euro. Zudem investiert sie rund 700.000 Euro in das IGZ-Gebäude für nicht geförderte Verwaltungs- und Stellplatzflächen der Kirchengemeinde. Für den Bau von Wohnungen für die Kirchengemeinde und besondere Wohnformen im IGZ-Quartier sind weitere 4 Mio. Euro an Investitionskosten für die Kirchengemeinde und Investoren geplant. Den Neubau des St. Anna-Kindergarten realisiert zudem voraussichtlich die WSG (Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft für den Kreis Coesfeld mbH ) für rund 1,97 Mio. Euro. Insgesamt sollen in das IGZ-Quartier mehr als 21 Mio. Euro investiert werden.

9. Wann wird das IGZ fertig sein? Wie sieht der Zeitplan für das IGZ aus?
 

Im September 2015 haben die kirchlichen und städtischen Entscheidungsgremien den Baubeschluss für das IGZ gefasst. Mit der Planung des IGZ-Gebäudes ist das Architekturbüro dreibund aus Bochum beauftragt. Aufgrund umfangreicher archäologischer Untersuchungen, bei denen u.a. die älteste, bekannte Glockengussgrube Europas entdeckt wurde, hat sich der Baustart für das IGZ um mehrere Monate verzögert. Zudem musste die Ausschreibung für die hochbaulichen Arbeiten wiederholt werden, da die ersten Angebote deutlich über dem geplanten Kostenrahmen lagen. Der Baubeginn für das IGZ-Gebäude ist nun für November 2017 vorgesehen, mit der Fertigstellung ist im Sommer 2019 zu rechnen. Mit den Baumaßnahmen zur Umgestaltung des Marktplatzes wie auch der angrenzenden Gassen und des Kirchplatzes könnte ab Mitte 2018 begonnen werden. Den Abschluss der Quartiersentwicklung sollen die Wohnbauprojekte im Bereich Bült bilden, die voraussichtlich im Frühjahr 2020 fertig gestellt werden. 

 

10. In welchem Zusammenhang steht das IGZ mit der Regionale 2016?
 

Das Intergenerative Zentrum Dülmen ist eines von mehr als 40 Projekten, die im Rahmen des NRW-Strukturförderprogramms Regionale 2016 „ZukunftsLAND“ entwickelt wurden. Die Regionale-Projekte sollten Antworten auf die Zukunftsfragen ländlich geprägter Räume, wie z.B. den Demografischen Wandel, geben und damit Impulse und Lerneffekte für die gesamte Region schaffen. Am 19. November 2014 hat der Lenkungsausschuss der Regionale dem IGZ-Projekt den so genannten „A-Stempel“ – die höchste Stufe im Qualifizierungsprozess – verliehen. Das Projekt hat damit Zugang zum Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten, wodurch die Finanzierung des Intergenerativen Zentrums ermöglicht wurde.

Weitere Infos unter www.regionale2016.de

 

Die Fragen und Antworten können Sie auch dem Informationsflyer entnehmen >>>